Wucher: Polizei warnt vor dubiosen Kammerjägern

Düsseldorf (dpa) – Die Polizei warnt vor Wucherforderungen dubioser Kammerjäger. Anlass ist ein Fall in Düsseldorf, wo zwei Frauen für die Entfernung eines Wespennestes mehr als 4.000 Euro bezahlen mussten. Die Firma zur raschen Lösung ihres Wespenproblems hatten die 29 und 31 Jahre alten Frauen im Internet gefunden. Für eine Stunde Arbeit verlangten die beiden Kammerjäger die happige Rechnung. Trotz Überweisung eines Teilbetrags mussten die Frauen mit den beiden Kammerjägern noch zu verschiedenen Geldautomaten, um den Restbetrag zusammen zu bekommen. Einen Tag später erstatteten sie dann Anzeige. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Wuchers.

Sie empfiehlt, auf regionale Anbieter mit möglichst kurzem Anfahrtsweg zurückzugreifen. Seriöse Firmen nennen Anfahrtskosten und Stundensätze. Mann sollte zumindest einen mündlichen Kostenvoranschlag verlangen und nichts ungelesen unterschreiben. «Setzt sie ein Mitarbeiter unter Druck, den Rechnungsbetrag sofort oder in bar zu zahlen, rufen sie die Polizei», riet ein Polizeisprecher.

Vor wenigen Tagen hat bereits die Verbraucherzentrale NRW Alarm geschlagen und vor unseriösen Schädlingsbekämpfern gewarnt. Um Wespennester zu entfernen, seien Preise zwischen 80 und 150 Euro inklusive Anfahrt üblich. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Festpreise zu vereinbaren. Sie warnt vor 0800-Nummern oder Handynummern.

27.07.19  wel