Doppelmorde in der Göhrde

Rund 400 Sachen sichergestellt

(XY-Sendung vom 15. Mai 2019)
1989 schockieren zwei Doppelmorde den Norden Deutschlands. Viele Jahre später gerät ein Mann unter Tatverdacht, doch der ist bereits tot. 2018 nimmt die Polizei sein ehemaliges Grundstück noch einmal unter die Lupe …

Sucharbeiten der Polizei

Bereits seit einiger Zeit gilt der damalige Friedhofsgärtner Kurt-Werner Wichmann als dringend tatverdächtig für die Morde an zwei Paaren im Jahr 1989. Doch möglicherweise gehen noch weitere Taten auf das Konto des Mannes, der sich kurz nach seiner Verhaftung 1993 erhängte.

Fundstücke: rote Damenstiefel.

Einbetonierte Leiche gefunden
Immer wieder ermittelt die Polizei gegen ihn. So finden die Beamten 2017 auf seinem früheren Grundstück die einbetonierte Leiche einer Frau, die 1989 spurlos verschwunden war. 2018 durchsuchten die Ermittler drei Wochen lang das ehemalige Grundstück und das Haus von Kurt-Werner Wichmann und stellten dabei rund 400 Gegenstände sicher.

Diese Asservate können die Beamten zu einem großen Teil mit anderen Verbrechen in Verbindung bringen. Fotos von 121 der 400 sichergestellten Gegenstände hat die Kripo auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite veröffentlicht.

Bei den Arbeiten fand die Polizei auch diesen Revolver mit rotem Griff.

235 Altfälle tragen Wichmanns Handschrift
Die Polizei geht inzwischen 235 Altfällen in ganz Deutschland nach, für die der ehemalige Friedhofsgärtner als Täter in Frage kommen könnte. Dabei handelt es sich um ungeklärte Morde, Vermisstenfälle oder Vergewaltigungen zwischen Ende der 60er und Anfang der 90er Jahre.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer hatte irgendwann Kontakt mit Kurt-Werner Wichmann?
  • Wer kennt Personen, die Kurt-Werner Wichmann zum Opfer gefallen sein könnten?

Belohnungen: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Göhrde-Morde führen, sind Belohnungen von 25.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Lüneburg, Telefon: 04131 / 83 06 29 00