XY-Update: Mord an Lehrer

Neue Erkenntnisse zum Täter

(XY-Sendung vom 9. Januar 2019)
Ein pensionierter Grundschullehrer aus Berlin wird Anfang 2012 Opfer eines brutalen Verbrechens. Jetzt hat die Polizei neue Erkenntnisse.

Der pensionierte Grundschullehrer Manfred Kindel lebt in Berlin-Charlottenburg. Kaum jemand weiß, dass der 62-Jährige homosexuell ist. Auf entsprechenden Seiten im Internet sucht er sich Partner und verabredet mit diesen Treffen.

Dieser Mann versucht kurz nach dem Mord an Manfred Kindel, mit dessen EC-Karte Geld abzuheben.

Mehr als 100 Messerstiche
So vermutlich auch am 23. März 2012, als er einen Mann in seiner Wohnung empfängt. Doch dieses Treffen endet tödlich: Der Unbekannte ermordet Manfred Kindel mit mehr als 100 Messerstichen. Wenige Stunden später versucht ein Mann mit der EC-Karte des Opfers an einem Bankautomaten Geld abzuheben. Dabei wird er gefilmt. Die Polizei vermutet, dass es sich dabei um den Täter handelt. Doch alle Versuche, die Identität dieses Mannes zu klären oder ihn zu fassen, sind bislang gescheitert.

Die Kripo unterzieht den Fall einer „operativen Fallanalyse“. Die Analytiker kommen zu dem Schluss, dass der Täter eine sexuelle Vorliebe für Stichwerkzeuge und Stichverletzungen haben könnte. Möglicherweise ist der Gesuchte durch diese Obsession bereits anderen Personen aufgefallen.

Personenbeschreibung:
Der Mann, der nach der Tat mit der EC-Karte des Opfers Geld abheben wollte, dürfte heute zwischen 25 und 40 Jahre alt sein. Er ist etwa 1,70 bis 1,80 m groß. Bekleidet war er mit einer dunklen Jacke und blauen Jeans. Außerdem trug er eine dunkle Mütze mit kleinem Schirm. Er hatte einen ebenfalls dunklen Rucksack mit der Aufschrift „Just do it“ dabei, vermutlich Marke „Nike“ oder ein Plagiat. Nach dem Mord an Manfred Kindel könnte der Täter Verletzungen an der rechten Hand oder am rechten Arm gehabt haben.

Gefundene Jacke

Gefundene Gegenstände:
Nach der Tat wurde in einem Altkleider-Container eine blutverschmierte gestreifte Kapuzen-Sweatjacke gefunden. Sie stammt vermutlich vom Täter.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer kennt Männer, die eine besondere Leidenschaft für Stichwerkzeuge und Stichverletzungen beim Geschlechtsverkehr haben?
  • Wer hatte selbst schon (als Opfer) entsprechende Erlebnisse?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

 Zuständig: Landeskriminalamt Berlin, Telefon 030 / 46 64 911 333