Zerstückelte Frauenleiche im Plastiksack: Tatverdächtiger wieder frei

Waldshut-Tiengen (dpa/lsw). Knapp zehn Monate nach dem Fund einer zerstückelten Frauenleiche in einem Plastiksack bei Waldshut-Tiengen ist der Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß. Die Anklage gegen den 63-Jährigen sei vom zuständigen Landgericht abgewiesen worden, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen. Der Anfang März erlassene Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen sei daraufhin aufgehoben worden, der Mann wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Derzeit habe die Behörde keine neuen Ermittlungsansätze.

Ein Spaziergänger entdeckte Anfang Dezember in einer Straßenböschung bei Waldshut-Tiengen einen Plastiksack mit der Leiche entdeckt. Den Angaben zufolge handelt es sich um eine 36-jährige Frau. Sie wurde getötet. Kopf und Gliedmaßen fehlen bis heute. Anfang März wurde der 63-Jährige festgenommen.

Nach Angaben der Ermittler lag der Sack mit der Leiche mehrere Wochen im Freien, bevor er entdeckt wurde. Die Frau stammte aus der früheren Sowjetunion und lebte in einer Sozialwohnung im 700-Einwohner-Dorf Schmitzingen, nicht weit vom Leichenfundort entfernt. Sie konnte über DNA-Spuren identifiziert werden. Wie die Frau zu Tode kam und ob es sich um ein Sexualverbrechen handelt, wollen die Ermittler nicht sagen.

22.09.2015 Ta