Zu Fuß durch Feld und Wald – Autodiebe nehmen Reißaus vor Polizei

Parchim/Neuruppin (dpa) – Nach einer Verfolgungsfahrt mit einem in Mecklenburg-Vorpommern gestohlenen Wagen auf der A24 und einer Karambolage suchte die Polizei die Gegend bei Neuruppin (Brandenburg)  gestern seit dem frühen Morgen nach zwei Autodieben ab. Sie flüchteten zu Fuß. Auch mit Drohnen und einem Fährtenhund war die Polizei im Einsatz, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Die Bundesstraße 167, die die Autobahn bei Neuruppin kreuzt, war rund drei Stunden gesperrt. Die Ganoven waren um die 100 Kilometer von Mecklenburg-Vorpommern bis nach Brandenburg unterwegs. Dabei hatten sie wahrscheinlich leichtes Spiel, um an das Auto heranzukommen.

Der Fall nahm am frühen morgen seinen Ausgang im Dorf Poltnitz bei Parchim, wo die unbekannten Täter das Auto stahlen. Zuvor berichtete die «Ostseewelle» darüber. Wie die Polizeiinspektion Ludwigslust mitteilte, stand das Auto nach ersten Erkenntnissen unverschlossen vor einem Privatgrundstück. Der Fahrzeugschlüssel soll im Auto gewesen sein.

Zusammenhang mit Tat in Schleswig-Holstein?
Die Polizei entdeckte das gestohlene Auto dann auf der A 24 Richtung Berlin. Als Einsatzkräfte im brandenburgischen Kreis Ostprignitz-Ruppin den Wagen kontrollieren wollten, reagierten die mutmaßlichen Diebe nicht auf die Haltezeichen, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. An der Anschlussstelle Neuruppin wollten sie dann abfahren, krachten jedoch auf ein anderes Auto. Dessen Fahrer erlitt laut Polizei leichte Verletzungen. Da auch die Diebe nach der Kollision nicht mehr weiterfahren konnten, rannten sie davon.

Der Auto-Diebstahl bei Parchim steht vermutlich im Zusammenhang mit einem vorher in Schleswig-Holstein entwendeten Wagen, wie die Polizei in Ludwigslust mitteilte. Die bislang unbekannten Diebe mussten das Fahrzeug vermutlich nach einer Panne stehen lassen, es wurde auf der A 24 bei Parchim auf dem Standstreifen entdeckt.

21.01.23 wel