Für eingefleischte XY-Fans ein Hochgenuss: Früher regelmäßig, heute nur noch in Ausnahmefällen: Vor und nach „Aktenzeichen XY“ ertönt die Eurovisionshymne. Diesmal war es wieder soweit, denn in der Spezialausgabe mit fünf Vermisstenfällen wurde auch ein Fall aus der Schweiz behandelt.

XY war wieder einmal eine Eurovisionssendung: Das Schweizer Fernsehen hatte sich live zugeschaltet.
Zu den Fällen, die schon mehrere Jahre ungeklärt sind, kamen diesmal weniger Hinweise als bei den üblichen XY-Sendungen. Dafür riefen viele Anrufer im Münchner Aufnahmestudio an, um ihre Betroffenheit auszudrücken und den Angehörigen weiterhin viel Kraft zu wünschen.
Die Sendung begann mit dem Vermisstenfall Alexander Bohnert. Der 51-Jährige Familienvater verließ am 3. April 2024 sein Zuhause in Lichtenau-Muckenschopf. Eine Überwachungskamera hielt den Moment um 8 Uhr morgens fest. Seitdem fehlt von ihm jede Spur. Ist er – wie so oft – wandern gegangen? Hatte er einen Unfall? Oder ganz andere Pläne?
Fragen, auf die sich Kriminalhauptkommissar Elmar Reichl von der Kripo Rastatt in der Sendung Antworten erhoffte. Einige Anrufer lenkten sein Augenmerk Richtung Frankreich. Was an diesen Hinweisen dran ist, müssen die internationalen Überprüfungen jetzt zeigen, so Reichl.
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Corina Niemand war eine lebenslustige, intelligente Frau. Die 43-jährige Mutter war geschieden und seit 2 Jahren in einer neuen Beziehung. Am 23. März 2024 meldete ihr Freund sie als vermisst. Sie war nicht zu einem Treffen erschienen. Ist Corina Niemand an einen Falschen geraten?

Thomas Geithner von der Kripo Dresden musste Enya Niemand eine traurige Nachricht überbringen: Ihre verschwundene Mutter ist tot.
Knapp 2 Jahre später, kurz vor der Vermisstensendung, dann die schockierende Nachricht für Tochter Enya. Ein Mann hatte in der Nähe von Corina Niemands Wohnung einen Knochen entdeckt. Die Untersuchung bestätigte: es handelt sich um einen Knochen der Vermissten. Für den Ersten Polizeihauptkommissar Thomas Geithner ist ein Tötungsdelikt nun anzunehmen. Die Frage an die Zuschauer bleibt weiterhin: Wer hat verdächtige Beobachtungen im Bereich um die Begerburg in Dresden-Dölzschen gemacht? Tochter Enya Niemand wünscht sich endlich Klarheit über das Schicksal ihrer Mutter.
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Alishia Bucher ist eine 21-jährige junge Frau aus der Schweiz, die zum Mann werden wollte. Ein Prozess, der sicherlich mit einigen Herausforderungen verbunden war. Alishia Bucher war im Bekanntenkreis eher unter dem männlichen Vornamen „Luca bekannt. Rückhalt hatte sin in der Familie und ein enges Verhältnis besonders zur Mutter. Allerdings kämpfte die junge Frau auch mit gesundheitlichen Problemen. Sie konsumierte Alkohol und Drogen.
Am 22. April 2021 hielt sie sich am Luzerner Bahnhof auf. Um 19.30 Uhr wurde sie dort zuletzt gesehen – in Gesellschaft und bei guter Gesundheit. Laut Funkzellenauswertung fuhr sie noch am selben Abend mit dem Zug nach Sursee. Vielleicht in Begleitung? Dort verliert sich jedenfalls kurz nach 1 Uhr ihre Spur. Bis heute ist sie verschwunden. Der Chef der Kripo im Kanton Luzern, Jürg Wobmann, will wissen, wo Alishia bzw. Luca Bucher heute ist? Bisher wurde seine Frage nicht beantwortet.
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Die 53-jährige Jutta Schulz führte ein Leben zwischen Großstadt und Provinz. Sie stammt aus Thale, wo sie mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Hund Arno lebte und einen eignen kleinen Antiquitätenladen betrieb. Gleichzeitig wollte sie mehr Geld verdienen und bot in ihrem Laden auch erotische Massagen an. Außerdem findet sie einen Job als Bardame in einem Bordell in Köln. Doch nach dem Tod ihrer Mutter verändert sich alles. Sie überlegt, ein neues Leben zu beginnen. Möglicherweise hat sie auch einen neuen, heimlichen Freund. Als sie am 1. Mai 2014 nicht zu ihrem Dienst im Laufhaus erscheint, melden Kolleginnen sie als vermisst.

Oberkommissarin Tracy Hering sucht Jutta Schulz, eine Frau mit vielen Jobs und vielen Bekannten.
Polizeioberkommissarin Tracy Hering von der Kripo in Magdeburg möchte den Fall aufklären und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. In der Sendung richtet sie einen Appell an den Unbekannten, von dem die Vermisste im Kolleginnenkreis erzählt hat. Ob der Aufruf in den kommenden Tagen Erfolg hat?
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Der 26-jährige Sebastian Geier aus Kitzingen ist seit einer Hirnhautentzündung als Kind geistig und körperlich eingeschränkt. Er lebte allein mit seiner Mutter in Kitzingen. Doch dann bekam sie Corona und stirbt. Eine Katastrophe für Sebastian Geier, der plötzlich auf sich allein gestellt ist. Vielleicht scheute er die Erbstreitigkeiten mit seinen Halbgeschwistern, vermutet Erste Kriminalhauptkommissarin Barbara Kaupp von der Kripo Würzburg. Er taucht unter. Gelegentlich wird er im Raum Würzburg und Kitzingen gesehen, zuletzt am 21. Juli 2021. Seitdem ist er wie vom Erdboden verschluckt.
Während der Sendung meldeten sich mehrere Hinweisgeber, die Sebastian Geier in Hamburg und in Köln noch gesehen haben wollen. Ob er es wirklich war, muss nun abgeklärt werden, so die Chefermittlerin.
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Fotos: Securitel / ZDF
08.07.26 wel/kat

