Vernehmung während XY

Zuschauer-Hinweis duldet keinen Aufschub

Sechs ungeklärte Kriminalfälle präsentierten Moderator Rudi Cerrne und seine Gäste von verschiedenen Polizeidienststellen in der jüngsten XY-Sendung. Während die Sendung lief, entstand Unruhe im Hintergrund: Ein Hinweis zu einem der Fälle elektrisierte die Beamten so sehr, dass sofort eine telefonische Vernehmung der Hinweisgeberin erfolgte, um möglichst sofort weitere Maßnahmen einleiten zu können. 

Schon während der Sendung gingen viele Hinweise bei den Ermittlerinnen und Ermittlern im XY-Aufnahmestudio in München sowie bei den beteiligten Dienststellen ein. Mit der Aufarbeitung werden sie die nächsten Tage und Wochen beschäftigt sein. Das größte Hinweis-Aufkommen galt dem Fall der vermissten Inga Gehricke. Das Publikum drückte große Anteilnahme an dem ungewissen Schicksal des Mädchens aus. Wieder ein Fall, der die Fernsehgemeinde besonders berührte.

Vor über elf Jahren verschwand die fünfjährige Inga während einer Familienfeier auf dem Wilhelmshof bei Stendal spurlos. Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen und zahlreicher neuer Ermittlungsansätze fehlt bis heute von ihr jede Spur. Hatte Inga einen Unfall? Wurde sie entführt, oder gar getötet?

Zum Fall der vermissten Inga konnte Polizeipressesprecher Michael Ripke aus Halle (Saale) viele neue Hinweise für seine Kripo-Kollegen mitnehmen.

Polizeihauptkommissar Michael Ripke von der Polizeiinspektion Halle an der Saale bat erneut um Unterstützung. Es war nicht das erste Mal, dass sich die Fahndungssendung mit dem Fall beschäftigte. Die dringlichsten Fragen waren diesmal: Wer hielt sich am 2. Mai 2015 auf dem Wilhelmshof bei Stendal oder in der Nähe auf? Wer bemerkte dort unbekannte Personen oder Fahrzeuge? Auch um alte Handyfotos oder Dashcam-Aufnahmen bat der Polizeipressesprecher. Sie könnten den Ermittlern heute noch weiterhelfen. Ob sich unter den vielen neuen Hinweisen  Ermittlungsansätze befinden, muss nun geprüft werden.
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Der 33-jährige Daniel Emminger wurde in der Nacht zum 1. April 2026 auf seinem abgelegenen Bauernhof im Unterallgäu erschossen. Für die Kripo deutet vieles auf eine gezielte «Hinrichtung» hin. Doch wer hatte ein Motiv? Störte sich jemand an seinem alternativen Lebensstil oder spielten Eifersucht und persönliche Konflikte eine Rolle?

Kriminaloberrätin Michaela Baschwitz von der Kripo Memmingen hoffte vor allem auf Hinweise auf die Tatwaffe und mögliche Mitwisser. Und genau die hat sie wohl bekommen. Denn noch während der Sendung gingen mehrere Hinweise von Personen aus der Umgebung ein. Sie konnten etwas zu  entsprechenden Waffen sagen. Welche Bedeutung diese Hinweise für die Ermittlungen haben, ist noch ungewiss.
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Zwei maskierte Männer überfielen am 24. April 2024 ein Mehrfamilienhaus im oberfränkischen Waizendorf. Sie überwältigten zunächst zwei Bewohner in ihren Wohnungen und fesselten sie. Anschließend drangen sie in eine dritte Wohnung ein, die offenbar ihr eigentliches Ziel war. Mit Bargeld, Uhren, einer Münzsammlung sowie einem Koffer und einem Rucksack voller Beutestücke flüchteten sie anschließend.

Ein brandheißer Hinweis aus dem Ausland zum Fall von Hauptkommissar Markus Ritter ließ den Beamten aufhorchen. Könnte er entscheidend für die Aufklärung der Raubstraftat sein?

Kriminalhauptkommissar Markus Ritter von der Kripo Bamberg sucht Zeugen, die am Morgen des Überfalls verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Ort beobachtet haben. Besonders interessant ist dabei ein Holzlager am Waldrand. Dort hatten die Täter vermutlich ihr Fluchtfahrzeug abgestellt. Außerdem hoffen die Ermittler auf Hinweise zu dem am Tatort gefundenen Teil einer Taser-Patrone. Noch während der Sendung ging ein besonders interessanter Hinweis ein. Er kam aus dem Ausland und klang für Hauptkommissar Ritter sehr interessant. Details wollte er dazu noch nicht verraten.
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Fast 29 Jahre nach dem Mord an der Millionärin Lieselotte Hohlmann beschäftigt der Fall die Kripo Essen noch immer. Die 78-Jährige wurde 1997 in ihrer Villa erschlagen. Der Täter verschwand mit Bargeld und Schmuck. Außerdem  nahm er den auffälligen Spazierstock der Frau mit – vermutlich die Tatwaffe – sowie ihre Notizbücher. Bis heute ist unklar, ob ein persönliches Motiv oder  Raubmord hinter der Tat steckt.

Kriminalhauptkommissarin Jessica Batran hofft, die am Tatort gefundenen bislang unbekannten männlichen DNA-Spuren einem Tatverdächtigen zuordnen zu können. Außerdem sucht sie einen Mann, der sich kurz vor der Tat mehrfach nach dem Wohnort der Witwe erkundigt haben soll. Auch der verschwundene Spazierstock mit auffälligem Messing-Pferdekopf könnte heute noch eine wichtige Spur liefern. Kurz vor Ende der Sendung erreichte die Beamten an den Studio-Telefonen der Anruf einer ehemaligen Mitarbeiterin von Liselotte Hohlmann. Was sie zu sagen hatte, klang so brisant, dass sofort eine telefonische Vernehmung der Anruferin arrangiert wurde.
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Fotos:  Securitel / ZDF

29.07.26   wel / kat