
«Zigarettenfabrik» in der Wohnung: Eigenkonstruktion zum automatischen Stopfen von Zigarettenhülsen.
Diese selbstgebaute Maschine zur Zigaretten-Herstellung beschlagnahmten Zollfahnder vor vier Monaten, nachdem Beamte der Polizeiinspektion Amberg bei einer Wohnungsdurchsuchung in anderer Sache zufällig darauf stießen und den Zoll verständigten. Das hat das Zollfahndungsamt München aus ermittlungstaktischen Gründen erst jetzt mitgeteilt.
Der 40-jährige Wohnungsmieter – er ist deutscher Staatsangehöriger – betrieb die «technisch versierte Eigenkonstruktion» – so die Zollfahnder – in seinen eigenen vier Wänden. Die Zigaretten mit vermutlich unversteuertem Tabak hat er wohl gewerbsmäßig hergestellt.
Die kleine vollautomatische Maschine, die Tabakfeinschnitt in Zigarettenhülsen presste, hatte laut Zoll eine beachtliche Produktionskapazität von gut 500 Stück Zigaretten pro Stunde. Verpackt hatte der 40-Jährige die produzierten Zigaretten in Schachteln einer selbst kreierten Marke.
Neben der Apparatur wurden mehrere Kilogramm Tabak, mehrere tausend Filterhülsen sowie 1.200 Stück bereits fertiggestellte, unversteuerte Zigaretten sichergestellt.
Foto: ZFA München
02.02.26 wel

