Seit die Gartensaison begonnen hat, sind auch sie vielerorts wieder in Wohngebieten unterwegs: mobile Trupps, die spontane Reinigungsarbeiten für Einfahrten, Terrassen, Gehwege und Dächer anbieten. Diese verteilen oft ihre Werbeflyer in Briefkästen und in Zeitungen. Oft streifen sie auch durch Wohnviertel und sprechen Hausbesitzer direkt an.

Ihre Argumente: «Wir sind gerade in der Nachbarschaft fertig geworden» oder «Ihr Dach weist akute Schäden auf; die müssen sofort behoben werden.» Hinter den Angeboten verbergen sich meist minderwertige Leistungen, die am Ende auch noch erheblich mehr kosten als zuvor vereinbart.
«In vielen Fällen entsprechen die angebotenen Leistungen nicht den fachlichen Standards. Oder die Kosten stehen in keinem angemessenen Verhältnis zum Ergebnis», erklärt Andrea Steinbach von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. «Betroffene berichten zudem von einem hohen Verkaufsdruck, der direkt vor Ort aufgebaut wird.»
Woran erkennt man unseriöse Anbieter?
Ein seriöser Betrieb wird niemals unaufgefordert an der Haustür auftauchen. Man sollte außerdem auch auf folgende Warnsignale achten:
- Fremde Anbieter nie spontan beauftragen! Ratsam ist, sich zunächst eine Visitenkarte oder ein Faltblatt mit Angaben wie Firmenname, Firmenanschrift und Internet-Adresse geben zu lassen. Die Angaben können dann in Ruhe geprüft werden.
- Auf Flyern im Briefkasten fehlt oft eine feste Firmen-Adresse oder eine gültige Steuernummer. Oft ist nur eine Mobilnummer angegeben. Wer durch einen solchen Flyer Kontakt mit einer Firma aufnimmt, sollte unbedingt prüfen, ob das Unternehmen tatsächlich existiert.
- Wird man gedrängt, den Auftrag sofort anzunehmen und zu unterschreiben, ist Skepsis geboten.
Wie kann man sich schützen?
- Kostenvoranschlag prüfen! Seriöse Anbieter erstellen auf Anfrage ein schriftliches Angebot inklusive Mehrwertsteuer und detaillierter Leistungsbeschreibung.
- Keine Vorleistung! Nie im Voraus zahlen, bevor die Leistung erbracht wurde!
- Auf Rechnung bestehen! Diese ist wichtig bei Streitigkeiten oder Mängeln. Hierauf sollten der Name und die Anschrift des Dienstleisters, Menge und Art der Leistung und der Endpreis stehen.
- Notfalls die Polizei verständigen! Fühlt man sich bedroht oder genötigt, sollte man die Polizei anrufen. Auch, wenn nur der Verdacht auf Betrug besteht, sollte die Polizei kontaktiert werden.
- Unterstützung anfordern! Wer allein und verunsichert ist, sollte einen Nachbarn oder eine sonstige Vertrauensperson hinzuziehen und um Unterstützung bitten.
(Quelle: VZ RLP)
Symbolfoto: Andreas Göllner / Pixabay
01.06.26 wel

