
Im Dezember 2007 entdeckt ein Gemeindearbeiter im Schweizer Kanton Thurgau während einer routinemäßigen Inspektion des Barchetsees eine Leiche im Wasser. Bei dem Toten handelt es sich um einen 27-jährigen gebürtigen Ägypter, der seit einigen Jahren in der Gegend lebt. Die Kripo rekonstruiert, dass jemand den Mann mit mehreren Schüssen getötet haben muss und anschließend an ein Betonelement gebunden im See versenkt hat.
Um den Täter zu finden, durchleuchten die Beamten zunächst die Vergangenheit des Opfers Omar Hassan (Name geändert). Dabei stoßen sie auf gegenseitige Anzeigen wegen häuslicher Gewalt zwischen ihm und seiner 54-jährigen Ehefrau. Ist das ein mögliches Motiv für den Mord? Aber auch die illegalen Gelegenheitsjobs als Kurierfahrer im Drogen- und Prostitutionsgeschäft sind Gegenstand der Ermittlungen. Hat sein Tod etwas mit Organisierter Kriminalität zu tun?
Dieser Frage geht der Chef der Mordermittlung bei der Kantonspolizei Thurgau, Oberleutnant Martin Sigg, mit seinem Team nach. Bei Rudi Cerne und Conny Neumeyer zu Gast im Studio berichtet er für die XY-Podcast-Folge 116 unter anderem vom Einsatz verdeckter Ermittler und einem überraschenden Geständnis am Sterbebett.
Außerdem erklären die Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Nadine Zurkinden von der Uni Zürich und der Schweizer Rechtsanwalt Dr. Claude Eric Bertschinger die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem schweizerischen Strafrecht in Bezug auf Tötungsdelikte.
Symbolfoto: Andreas Hangebrock / Pixabay
30.09.26 wel

