Mord auf dem Schießplatz

Genthin (dapd). Die drei auf einem Schießübungsplatz bei Genthin in Sachsen-Anhalt gefundenen Toten sind Opfer eines Verbrechens geworden. Die beiden Männer und die  Frau wurden erschossen. Nach Angaben von Staatsanwalt Thomas Kramer ist deren Identität inzwischen geklärt. Die Opfer seien 1948, 1985 und 1966 geboren worden. Es werde wegen Totschlags ermittelt.

Die Polizei fahndet nach einem 28-jährigen Mann, der als mutmaßlicher Täter gilt, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag mitteilten. Er sei vermutlich mit einem silberfarbenen Citroen Saxo mit dem Kennzeichen JL für Jerichower Land unterwegs. Die Polizei warnte vor dem offenbar bewaffneten 28-Jährigen. Etwa 150 Einsatzkräfte der Polizei durchsuchten am Freitagvormittag mit Hunden ein Waldstück bei Haldensleben und in der Colbitz-Letzlinger Heide, in dem der mutmaßliche Täter vermutet wurde. Von  diesem fehlte bis zum Mittag noch jede Spur.

Die drei Leichen waren am Donnerstagabend gegen 22.45 Uhr auf dem Schießplatz an der Bundesstraße 107 gefunden worden. Der Tatzeitpunkt ist den Angaben zufolge noch unklar. Es sei aber davon auszugehen, dass von der Tat bis zum Fund der Leichen «eher Stunden als Tage» vergangen seien, sagte ein Polizeisprecher. Zu möglichen Hintergründen der Tat wollte sich die Polizei zunächst nicht äußern.

04-03.2011 dvv