Eine Mitarbeiterin eines Pflegediensts kniet auf einem Teppich vor einem Glastisch. Unter dem Glastisch liegt die Leiche einer alten Frau.

Todeskampf in der Wohnung

Mord an mittelloser Seniorin

(XY-Sendung vom 21. Januar 2026)
Am 12. Oktober 2003 verschafft sich eine Pflegedienstmitarbeiterin Zugang zur Wohnung von Cäcilia Lange in Essen. Dort findet sie die Leiche der 78-jährigen Bewohnerin.

Eine Mitarbeiterin eines Pflegediensts kniet auf einem Teppich vor einem Glastisch. Unter dem Glastisch liegt die Leiche einer alten Frau.

XY-Szenenfoto

Cäcilia Lange ist mittellos und lebt von Sozialhilfe. Aufgrund massiver gesundheitlicher Probleme leidet sie unter erheblichen Schmerzen und ist in ständiger ärztlicher Behandlung. Trotzdem ist sie noch mobil. In ihrer Wohnstraße ist Cäcilia Lange Vielen bekannt. Sie sitzt sehr oft an ihrem geöffneten Fenster zur Straße und unterhält sich mit Passanten. Täglich kommt der Pflegedienst und einmal pro Woche eine Haushaltshilfe.

Cäcilia Lange

Cäcilia Lange †

Rätselhafte Stimmen
Die genaue Tatzeit ist unbekannt, möglicherweise Freitag, der 10. Oktober 2003. Eine Nachbarin hört mittags Stimmen mehrerer Personen aus Cäcilia Langes Küche. Zur gleichen Zeit fällt vor dem Mehrfamilienhaus ein PKW mit Tuttlinger Kennzeichen „TUT“ auf. Die Polizei hält es für möglich, dass Cäcilia Lange an diesem Freitag Ziel einer Bande von Trickbetrügern geworden ist. Immerhin hat sie wenige Tage zuvor einen Mann in ihre Wohnung gelassen, der teure Bettwäsche verkaufen wollte.

Die Tat wird mit erheblicher Brutalität verübt. Im Wohnzimmer wird das Opfer zu Boden gebracht. Dann muss sich jemand auf ihren Brustkorb gekniet haben, wodurch mehrere Rippen gebrochen sind. Vermutlich mit einem Messer wird ihr mehrfach in die Schädeldecke gestochen. Sie versucht sich zu wehren. Der Täter oder die Täterin übt dann Gewalt gegen ihren Hals aus und drückt ihr vermutlich ein Kissen auf das Gesicht. Cäcilia Lange verblutet unter großen Schmerzen. An der Leiche wird später Fremd-DNA gefunden.

Karte von Essen mit eingezeichnetem Tatort

Tatort: Führichstraße in Essen

Tatverdacht – aber DNA negativ
Die Kripo ermittelt einen Tatverdächtigen: den Mann, der dem späteren Opfer in den Tagen vor der Tat Bettwäsche verkaufen wollte. Er wird später wegen anderer Straftaten verurteilt. Zum Fall Cäcilia Lange macht er keine Aussage. Die an der Leiche gefundene Fremd-DNA stimmt auch nicht mit seiner DNA überein.

Fragen nach Zeugen:

  • Eine Rolle in dem Fall spielt ein Opel Kadett E Kombi mit dem Tuttlinger Kennzeichen TUT-AX 503. Das Fahrzeug wird heute nicht mehr genutzt. Wer kennt Personen, die im Jahr 2003 mit diesem Fahrzeug unterwegs waren?

    Ein blau-grauer Opel Kadett

    Wer war 2003 mit diesem Auto unterwegs?

  • Wer weiß, wer am 10. Oktober 2003 die Wohnung der Rentnerin Cäcilia Lange aufgesucht und mit ihr gesprochen hat?
  • Die Polizei geht von Mitwissern der Tat aus und bittet Personen, die bei der Aufklärung helfen können, sich zu melden. Die meisten Straftaten aus jener Zeit sind verjährt, außer Mord oder Mordversuch.

Belohnung:
Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Essen, Telefon: 0201 / 82 90