(XY-Sendung vom 21. Januar 2026)
Am 11. März 2011 dringen zwei maskierte Männer am helllichten Tag in das Haus eines Ehepaars in Hamburg ein. Sie fesseln die Opfer und suchen nach Beute. Doch sie finden nichts.
Es ist genau 9.20 Uhr, als die Täter an der Tür klingeln. Die beiden 88-jährigen Hausbewohner öffnen arglos die Tür, werden zurückgedrängt und in den Keller gebracht. Dort fesseln die Räuber sie mit silberfarbenem Klebeband an Stühle.
Rätselhafter Raub
Die Tat ereignet sich in der Straße „Diekweg“ in Hamburg Osdorf, einem Bezirk im Westen der Stadt. Der „Diekweg“ verläuft parallel zur Osdorfer Landstraße, einer Straße mit vielen Einkaufsmöglichkeiten wie Supermärkten, Drogerien, Bäckereien und Restaurants. Gegenüber dem Tatort liegt beispielsweise der große Parkplatz einer Drogerie. Für die Täter ist es also durchaus riskant, zu dieser Uhrzeit dort einen Überfall zu begehen.
Doch das ist nicht das einzige Rätsel in diesem Fall. Nachdem die Opfer gefesselt sind, durchsuchen die Täter ausschließlich den Keller des Hauses. Warum sie in den anderen Räumen nicht nach Wertgegenständen suchen, ist unklar. Schließlich reißen sie das Telefonkabel aus der Wand und ergreifen die Flucht.
Seltsame Notrufe
Nach dem Überfall setzen Täter oder Mitwisser zwei Notrufe ab, in denen sie auf den Raub aufmerksam machen. Der erste Anruf geht um 10.45 Uhr bei der Polizei ein. Er kommt von einem Notruf-Telefon am Niedergeorgswerder Deich 57 in Hamburg-Georgswerder:
Später, um 12.20 Uhr das gleiche nochmal, diesmal aus einem anderen Stadtviertel: von der Adresse Burgwedel 67 in Hamburg-Schnelsen. Auch dieser Anruf wird aufgezeichnet:
Täterbeschreibungen:
Beide Männer waren 35 bis 45 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 m groß, stämmige Figur. Sie sprachen Deutsch ohne erkennbaren Akzent und waren dunkel gekleidet.
Fragen nach Zeugen:
- Wer kannte das überfallene Rentnerpaar und kann der Polizei mit Informationen zu ihnen und ihrem Bekanntenkreis weiterhelfen? Sie hießen Heinrich und Ursula Hügel, beide Jahrgang 1922, waren damals also 88 Jahre alt. Sie lebten sehr zurückgezogen und sind mittlerweile gestorben.
- Wer erkennt die Stimmen der Anrufer?
- Wer hat zur fraglichen Zeit am Tatort Beobachtungen gemacht, die etwas mit der Tat zu tun haben könnten? Möglicherweise haben die Täter das Haus im Vorfeld ausgespäht.
- Wer hat an den beiden Notrufsäulen zu den genannten Zeiten verdächtige Beobachtungen gemacht?
Belohnung:
Für Hinweise, die zur Aufklärung des Überfalls führen, ist eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.
Zuständig:
Landeskriminalamt Hamburg, Telefon: 040 / 42 86 56 789




