Eine Frau liegt angelehnt an die Wohnungstür auf dem Boden. Sie blutet aus einer Wunde am Hals.

Tödliches Doppelleben

Mord an Prostituierter in Köln

(XY-Sendung vom 6. Mai 2026)
Bianca Bersch wird im Juli 1992 von ihrem Sohn blutüberströmt in ihrer Kölner Wohnung aufgefunden. Sie ist mit zahlreichen Messerstichen ermordet worden.

Eine Frau liegt angelehnt an die Wohnungstür auf dem Boden. Sie blutet aus einer Wunde am Hals.

XY-Szenenfoto

Bianca Bersch ist zum Tatzeitpunkt 48 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Mit ihrem Mann lebt sie in ihrem Haus in Rheinland-Pfalz, die Kinder sind bereits ausgezogen.

Das Mordopfer: Bianca Bersch

Bianca Bersch †

Doppelleben als Prostituierte
Unter der Woche arbeitet sie als Prostituierte  in einer Zweitwohnung in Köln, um die Familienkasse aufzubessern. Das Apartment befindet sich in der Brabanter Straße 50 im Belgischen Viertel. Bianca Bersch nennt sich “Yvonne“ und inseriert regelmäßig in der Zeitung „Express“. Über diese Anzeigen und über Mund-zu-Mund Propaganda findet sie ihre Freier.

Nachdem ihr Sohn sie nicht mehr erreichen kann, fährt er am 3. Juli 1992 von Rheinland-Pfalz nach Köln zu ihrer Wohnung. Dort macht er eine schreckliche Entdeckung: Seine Mutter ist brutal ermordet worden. Sie wurde mit zahlreichen Messerstichen getötet. Auf der Suche nach Beute hat der Täter die ganze Wohnung systematisch durchsucht.

Das Haus, in dem der Mord 1992 geschah.

Tatort 1992

Geraubte Gegenstände:
Aus der Wohnung wurde Bargeld geraubt. Zudem ist eine weiße Jeans und ein längeres blaues, hemdartiges Oberteil von Bianca Bersch verschwunden. Womöglich hat der Täter diese Kleidungsstücke angezogen, da seine eigene Kleidung blutverschmiert gewesen sein dürfte.

Am Tatort zurückgelassene Gegenstände:
Schlüsselbund mit Plexiglas-Anhänger, zwei Haus- bzw. Wohnungsschlüsseln, einem kleineren Schlüssel, möglicherweise von einer Geldkassette; Aufdruck auf den größeren Schlüsseln: „Schlüssel-Dienst Többen Köln 72 52 86“ bzw. der Name der Firma „ERREBI“, die unter anderem Schlüssel-Rohlinge herstellt.
Ob der Schlüsselbund mit der Tat zusammenhängt, ist nicht klar. Vielleicht hat ihn auch ein anderer Freier in der Wohnung vergessen.

Der am Tatort gefundene Schlüsselbund und die gefundene Socke

Am Tatort gefundener Schlüsselbund und Socken

Mit Sicherheit vom Täter stammten zwei blutverschmierte Socken: weiße Tennissocken mit der Aufschrift „SPORT“ sowie einem gelb-blauen Muster, Größe: 39 bis 42.

Details über den Täter:
Anhand von Spuren weiß man über den Täter,

  • dass er regelmäßig knöchelhohe schwarze Arbeitsschuhe getragen haben dürfte sowie einen Blaumann oder eine blaue Arbeitshose aus ähnlichem Material;
  • dass er mit Schweiß- und/oder Lackierarbeiten zu tun gehabt haben dürfte und vermutlich  regelmäßig mit Gasflaschen hantiert hat;
  • dass er – sollte er tatsächlich die Kleidung des Opfers angezogen haben – eher klein und schlank gewesen sein dürfte.

    Karte mit der Lage des Tatorts – der Brabanter Straße in Köln.

    Tatort lag im Belgischen Viertel in Köln.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer kann etwas zu Bianca Berschs Kontakten in Köln sagen?
  • Welche ihrer Freier haben noch nicht mit der Polizei gesprochen?
  • Hat „Yvonne“ Kunden gegenüber Andeutungen gemacht, dass sie Probleme mit einem Freier hatte oder sich bedroht fühlte?

Belohnung:
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig:  Kripo Köln, Telefon 0221 / 22 90