(XY-Sendung vom 29. Juli 2026)
Ein junger Mann wird in seinem abgelegenen Anwesen im Unterallgäu erschossen. Die Kripo Memmingen sucht dringend Zeugen.
Der 33-jährige Daniel Emminger lebt allein in seinem gepachteten Einödhof im Weiler Kunzach bei Breitenbrunn im Landkreis Unterallgäu. Er betreibt dort den Verein “Autarkia Naturnah“ mit Fokus auf Selbstversorgung und alternative Lebensweisen – bis zu seinem gewaltsamen Tod in der Nacht zum 1. April 2025.
Mit Gewehr erschossen
Die Ermittler der eigens eingerichteten „Soko Waldrand“ gehen von einem gezielten Tötungsdelikt aus. Daniel Emminger wurde vermutlich mit einer Langwaffe, beispielsweise einem Gewehr, ermordet. Projektile konnten am Tatort sichergestellt werden, von der Waffe fehlt bis heute jede Spur. Möglicherweise wurde diese nach dem Mord entsorgt. Die Polizei geht davon aus, dass sich Täter und Opfer kannten.
Daniel Emminger führte nach Aussagen seines Umfelds einen unkonventionellen, friedliebenden Lebensstil. Er galt als sympathischer und charismatischer Mensch mit großem Freundeskreis und ohne offene Feindschaften. Der 33-Jährige war geschieden und hatte einen fünfjährigen Sohn, um den er sich regelmäßig kümmerte. Auf seinem Anwesen, das weder über einen Kanalanschluss noch über eine Wasser- oder Stromversorgung verfügte, veranstaltete er gelegentlich kleinere Festivals mit esoterischen Kursen und ging Interessen wie Rutengehen, Astrologie und der Herstellung pflanzlicher Essenzen nach.
Die Mordkommission schließt nicht aus, dass Eifersucht, Neid oder Ablehnung gegenüber Emmingers Lebensstil als Tatmotiv in Frage kommen.
Tatwaffe und Schussgeräusch
Die Waffe wurde im Inneren des Hauses abgefeuert. Bei dem verwendeten Kaliber muss ein extremer Schalldruckpegel entstanden sein – deutlich über der menschlichen Schmerzgrenze. Er müsste lauter gewesen sein als ein startender Düsenjet. Deshalb könnte der Täter einen Gehörschutz verwendet oder als Folge der Tat einen Hörschaden davongetragen haben. Zudem glaubt die „Soko Waldrand“, dass der Täter im Umgang mit Schusswaffen geübt gewesen sein könnte. Vielleicht handelt es sich um einen Jäger oder Sportschützen.
Fragen nach Zeugen:
- Wer hat in der Nacht zum 1. April 2025 im Weiler Kunzach oder in der Umgebung von Breitenbrunn verdächtige Beobachtungen gemacht?
- Wem hat nach dem 1. April 2025 ein Gewehr gefehlt? Wo wurde dieses möglicherweise entsorgt?
- Wer hat nach dem 1. April 2025 eine Person bemerkt, die plötzlich an einem Gehörschaden litt?
- Wer weiß von nicht registrierten Jagdwaffen oder alten Gewehren aus Kriegszeiten, die jemandem zugänglich waren?
- Wer kann Hinweise auf das Motiv oder den Aufenthaltsort eines möglichen Täters bzw. einer Täterin geben?
Belohnung:
Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.
Zuständig: Kripo Memmingen, Telefon: 08331 / 100 499
(ab 30. Juli: 08331 / 100 201)




