Der St.-Pauli-Killer (1)

XY-Podcast: Mordserie auf dem Kiez

Ostermontag 1985: In einem Einfamilienhaus am Rande Hamburgs finden Ermittler die Leichen zweier Männer. Sie haben als Zuhälter auf der Reeperbahn gearbeitet. Beide wurden durch Kopfschüsse quasi hingerichtet. Sie sind nicht die ersten Opfer eines blutigen Milieukriegs, der seit Monaten in Deutschlands bekanntestem Rotlichtbezirk St. Pauli tobt. Verantwortlich dafür – so erfahren die Ermittler von einem anonymen Informanten – soll ein Mann sein, den sowohl auf dem Kiez als auch in Polizeikreisen bislang kaum jemand kennt. Doch das wird sich bald ändern. Sein Name: Werner «Mucki» Pinzner.

Der Fall des sogenannten St.-Pauli-Killers erschüttert Mitte der achtziger Jahre die Bundesrepublik und ging in die deutsche Kriminalgeschichte ein. Auch wegen der tragischen Wendungen, die die Ermittlungen nahmen.

Zu Gast im Aufnahmestudio ist diesmal Rolf Bauer, Erster Kriminalhauptkommissar a. D. und ehemaliger Mordermittler sowie Max van Oosting, ebenfalls Erster Kriminalhauptkommissar a. D. , allerdings aus der Abteilung für Organisierte Kriminalität (OK). Beide waren Teil der legendären «Soko 855», die für die Ermittlungen im Fall des St.-Pauli-Killers innerhalb kürzester Zeit ins Leben gerufen wurde. Sie bestand aus handverlesenen Kriminalisten, die in unterschiedlichen Bereichen tätig waren.

Im  ersten Teil der Doppelfolge  berichten sie von der Mordserie, die am Ende mindestens sieben Menschen das Leben kostete, und von einer Mauer des Schweigens, die die Ermittlungen erschwerte.

Foto: Rainer Sturm / pixelio

22.07.26  wel