Zwei schwarz gekleidete Männer leiten Gas in die Kabine eines LKWs.

Überfall auf Rastplatz

Fernfahrer mit Gas betäubt

(XY-Sendung vom 3. Juni 2026)
Im Oktober 2024 verbringt ein Fernfahrer die Nacht auf dem Rastplatz „Ohe West“ an der A7 in seinem Lkw. Während er schläft, wird er ausgeraubt.

Zwei schwarz gekleidete Männer leiten Gas in die Kabine eines LKWs.

XY-Szenenfoto

Nach einem langen Tag auf der Straße lenkt ein polnischer Lkw-Fahrer am Abend des 24. Oktober 2024 sein Fahrzeug in eine Parkbucht am Rastplatz „Ohe West“ in Schleswig-Holstein. Eine gute halbe Stunde später legt er sich in der Fahrerkabine schlafen. Am nächsten Morgen soll es früh weitergehen. Doch er erst gegen 10:30 Uhr wacht er wieder auf – nach fast zwölf Stunden Tiefschlaf. Sein Handy hat inzwischen unentwegt geklingelt. Mehr als 20 Anrufe sind eingegangen. Er hat nichts davon bemerkt. Schnell wird ihm klar: Er ist ausgeraubt worden. Die Polizei vermutet, dass er zuvor mit Gas betäubt wurde.

Satellitenkarte des Rastplatzes Ohe West an der A7

Der Tatort befindet sich auf dem Autobahnrastplatz Ohe West an der A 7 in südlicher Richtung.

Überfall mit Narkose-Gas
Nach Erkenntnissen der Kripo Rendsburg hatte der Fahrer vor der Tat am Rastplatz keinen direkten Kontakt zu anderen Menschen. Eine Betäubung durch K.O.-Tropfen, Pillen oder Injektion ist daher sehr unwahrscheinlich. Deshalb gehen die Ermittler  davon aus, dass der oder die Täter Narkose-Gas über einen Schlauch in das Auto geleitet haben – durch den Kühlergrill oder ein geöffnetes Fenster. Als das Opfer betäubt war, raubten sie Bargeld und persönliche Wertgegenstände. Die Ladung interessierte sie nicht.

Ähnliche Überfälle sind bisher vor allem auf Wohnmobile und Wohnwagen in Südeuropa bekannt. Dabei werden Urlauber um die Reisekasse und Wertsachen gebracht. Trifft es nun auch Lkw-Fahrer? Aus der Fahrerkabine sind in diesem Fall unter anderem eine Silberkette mit Kreuz-Anhänger, ein „Lenovo“-Laptop, eine Geldbörse mit Bank- und Ausweisdokumenten sowie rund 6.000 Euro  entwendet. Das Bargeld hatte der Fahrer für Notfälle und eventuell anfallende Reparaturen dabei.

Die geraubte Silberhalskette mit silbernem Kreuz

Vom Hals gerissen: Diese Silberhalskette mit silbernem Kreuz.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer hat um den 23. Oktober 2024 herum in der Umgebung des Rastplatzes „Ohe West“ an der A7 verdächtige Beobachtungen gemacht?
  • Sind ähnliche Fälle aus der jüngsten Vergangenheit bekannt und wurden noch nicht bei der Polizei gemeldet?
  • Hat jemand die Halskette oder die Dokumente –  Führerschein oder Bankkarten – des Opfers gefunden?
  • Wurde die Halskette vielleicht jemandem zum Kauf angeboten?

Belohnung:
Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, ist eine Belohnung von 2.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Rendsburg, Telefon: 0431 / 160 33 33
(ab 4. Juni: 04331 / 20 80)