Geburtstag als PIN? Schützen Sie Ihre Zugangsdaten!

Die meisten Menschen haben mehrere Geheimzahlen, Passwörter, Benutzernamen und andere persönliche Zugangsdaten, die es gut zu schützen gilt. Dabei den Überblick zu behalten, ist nicht immer einfach.

Das Internet-Portal «kartensicherheit.de» gibt folgende Tipps für den sicheren Umgang mit vertraulichen Daten:

  • Für die Wunsch-PIN oder auch den Sperr-Code fürs Handy keine persönlichen Daten verwenden! Dazu zählen Geburtstage oder Postleitzahlen. Denn wird der Geldbeutel gestohlen, erbeuten Kriminelle meist auch Ausweisdokumente und probieren die darin genannten Zahlenkombinationen einfach aus – allzu oft mit Erfolg.
  • Jeder Account sollte ein eigenes Passwort haben.
  • Mit Hilfe eines  Passwort-Managers  muss man sich nur noch ein Passwort merken. Durch Verschlüsselung und ein komplexes Masterpasswort werden die Zugangsdaten sicher verwahrt. Je nach Ausgestaltung funktioniert der Zugriff über eine App auch geräteübergreifend.
  • Nach Möglichkeit die  Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen.
  • Nie PINs und Passwörter ungeschützt im Smartphone, etwa als Foto oder Adressbuch-Eintrag, speichern! Besser ist es, sich diese zu merken. Tipps dazu findet man unter www.pin-im-sinn.de.
  • Bitte immer daran denken: Banken, Sparkassen, Behörden oder seriöse Unternehmen fordern Sie niemals auf, PINs, TANs oder Passwörter preiszugeben – weder am Telefon noch per E-Mail oder SMS!
  • Bei Verlust oder Diebstahl von Zahlungskarten oder der entsprechenden digitalen Varianten auf Smartphone und Smartwatch gilt: Karten umgehend sperren lassen unter dem bundesweiten Rufnummer 116 116!

Der Service des Sperr-Notrufs ist kostenlos. Auch der Anruf bei der 116 116 aus dem deutschen Festnetz ist gebührenfrei. Aus dem Mobilnetz und aus dem Ausland können Gebühren anfallen. Sollte der Sperr-Notruf in seltenen Fällen aus dem Ausland nicht erreicht werden können, gibt es alternativ die Rufnummer +49 (0) 30 40504050.

Einfach zu knacken  
Man kann es sich und den Kriminellen auch ganz einfach machen. Kürzlich hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verraten, welches im vergangenen Jahr das beliebteste unsichere Passwort war. Man kann es kaum glauben: 123456789. Auch die Buchstabenkombination «qwert» steht auf der Hitliste besonders häufiger iT-Sicherheitsdefizite ganz weit oben.

Laut BSI verfügen Hacker über Software, «die vollautomatisch alle möglichen Zeichenkombinationen ausprobieren, ganze Wörterbücher einschließlich gängiger Kombinationen aus Worten und angefügten Zahlen testen oder einmal im Internet veröffentlichte Zugangsdaten bei allen möglichen Diensten durchprobieren». Um das zu verhindern, sollte ein Passwort bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen und immer nur für einen Zugang genutzt werden, empfiehlt das Bundesamt. Weitere Informationen hierzu gibt es auf der Homepage des BSI.

(Quellen:  EURO-Kartensysteme, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)

Illustration: Gerd Altmann / Pixabay

04.01.24  wel