Rätsel gelöst?

63-Jähriger soll Frau getötet und zerstückelt haben

Waldshut-Tiengen (dpa/lsw). Drei Monate nach dem Fund einer zerstückelten Frauenleiche in einem Plastiksack hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Gegen den 63 Jahre alten Mann wurde Haftbefehl erlassen, gaben Polizei und Staatsanwaltschaft in Waldshut-Tiengen bekannt. Er stehe in dringendem Verdacht, die 36-jährige Frau getötet zu haben. Allerdings bestreite er dies. Weitere Einzelheiten wollen die Ermittler zurzeit nicht nennen. Ein Spaziergänger hatte Anfang Dezember in einer Straßenböschung bei Waldshut-Tiengen einen Plastiksack mit dem Torso entdeckt. Kopf und Gliedmaßen fehlten.

Nach Angaben der Ermittler lag der Sack mit der Leiche mehrere Wochen im Freien, bevor er gefunden wurde. Die Frau stammte aus der früheren Sowjetunion und lebte in einer Sozialwohnung im 700-Einwohner-Dorf Schmitzingen, nicht weit vom Leichenfundort entfernt. Sie konnte über DNA-Spuren identifiziert werden. Die Ermittlungen, sagte ein Polizeisprecher, seien erschwert worden gewesen, da es sich um ein schwieriges soziales Umfeld handelte.  

Ermittlungen werden fortgesetzt
Wie die Frau zu Tode kam und in welchen Verhältnis der mutmaßliche Täter und das Opfer zueinander standen, wollen die Ermittler nicht sagen. Ebensowenig, ob es sich um ein Sexualverbrechen handelt. Es gebe jedoch Indizien und Beweise, die für die Schuld des Mannes sprechen, hieß es.  

Die Staatsanwaltschaft hatte für Hinweise, die zum Täter führen, eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt. Den Angaben zufolge hat die 34 Beamten zählende Sonderkommission der Polizei in den vergangenen drei Monaten insgesamt 350 Personen befragt, zudem ging sie 370 Spuren nach. Aus der Bevölkerung seien 55 Hinweise eingegangen. Wie sie auf die Spur des mutmaßlichen Täters kam, ließ die Polizei offen. Es werde weiter ermittelt, sagte der Sprecher.

07.03.2015 Ta