Unbekannter Toter identifiziert?

XY-Zuschauer: «Muss mein ehemaliger Freund sein!»

Wird ein unbekannter Toter, der vor 32 Jahren aus der Maas in den Niederlanden auftauchte, jetzt identifiziert? Wenn sich der Hinweis eines XY-Zuschauers bewahrheitet, ist das Rätsel gelöst. Seit Jahrzehnten bereitet es der Polizei im Nachbarland Kopfzerbrechen.

Bekommt der Unbekannte aus der Maas bald einen Namen? Ein XY-Zuschauer will ihn erkannt haben: als seinen Freund, der vor Jahrzehnten plötzlich verschwand.

«Aktenzeichen XY… ungelöst» erfuhr mit der neuesten Ausgabe wieder eine ungeheure Resonanz ganz unterschiedlicher Art. Gleich zu den ersten beiden Fällen meldeten sich zahlreiche Zuschauer und zeigten sich tief erschüttert. Im Fall des 15jährigen Miguel Kamdem, der von einer Brücke gestürzt wurde, und zu dem sexuellen Missbrauch an einem siebenjährigen Mädchen erklärten sich Zuschauer spontan bereit, die Belohnungen beträchtlich zu erhöhen. Sie hoffen, damit den Fahndungsdruck auf die Täter in beiden Fällen zu vergrößern.
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Für besetzte Leitungen bei den Hinweis-Telefonen sorgte auch ein Vermisstenfall aus der Schweiz. Der 27jährige Andreas Portmann aus Wattwil im Kanton Sankt Gallen ist auf dem Weg zur Arbeit in der Stadt Sargans verschwunden. Die Auswertung seiner Mobilfunkdaten hat ergeben, dass er möglicherweise mit dem Zug in den Ort Mühlehorn gefahren ist. Dort wurde sein Handy ausgeschaltet.
Nach der Ausstrahlung des Falls gab es zahlreiche Hinweise aus Deutschland. Die Anrufer waren mehrheitlich Urlaubern, die sich zum Zeitpunkt seines Verschwindens dort aufgehalten hatten. Auch viele Schweizer gaben an, sich an den Vermissten erinnern zu können. Die Kantonspolizei in St. Gallen wertet nun die Hinweise und Handyvideos dazu aus.
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Erstaunlich ist auch ein Hinweis zu einem Fall aus den Niederlanden, der bereits 32 Jahre zurückliegt. 1994 wurde der Leichnam eines Mannes aus dem Fluss Maas bei der Stadt Bergen geborgen. Offenbar trieb der Unbekannte schon mehrere Wochen im Wasser. Anhand seiner im Nachbarland Deutschland gekauften Kleidung vermuteten die Ermittler, dass der Tote einen Bezug nach dort gehabt haben muss.
Und tatsächlich: Ein Anrufer gab an, dass er den Mann anhand der Phantomzeichnung, die in der Sendung gezeigt worden war, und der Kleidung erkannt hat. Es soll sich um einen Freund handeln, den er seit 1994 vermisse und nie wieder gesehen habe. Er nannte den Ermittlern nicht nur einen Namen, sondern erklärte sich auch bereit, Fotos seines verschwundenen Freundes für einen Abgleich bereitzustellen.
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Foto:  Securitel / ZDF

09.09.26  wel / sh