«Mir passiert so was nicht. Ich bin clever genug und merke einen Betrug sofort.» Ein Trugschluss, denn Datenklau kann tatsächlich jede Person treffen.

Kriminelle zielen nicht auf Unwissenheit ab, sondern auf einen ganz bestimmten Moment: wenn Angst, Zeitdruck, Unsicherheit oder erschlichenes Vertrauen kritisches Hinterfragen blockieren. Das ist zutiefst menschlich und genau darauf spekulieren Täter. Beim Datenklau verschaffen sie sich Zugang zu sensiblen Finanzinformationen und nutzen diese für betrügerische Transaktionen.
Bei verdächtigen Telefonaten: Kontrollanruf
Moderne Technik macht den Betrug immer schwerer erkennbar. Längst wird Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt, um Stimmen verblüffend echt zu klonen, Nachrichten zu fälschen und fremde Identitäten anzunehmen. Gerade weil Technik täuschen kann, bleibt die eigene Vorsicht der wirksamste Schutz.
Wer eine unerwartete E-Mail, SMS oder einen verdächtigen Anruf erhält und sich dabei unter Druck gesetzt fühlt, sollte an der Echtheit zweifeln und bewusst innehalten. Erstmal durchatmen, rational nachdenken und schließlich selbst nachfragen. Dafür die bekannten oder selbst recherchierten Kontaktdaten des vermeintlichen Absenders nutzen – nie die in der Nachricht genannten. Dann sollte man prüfen, ob der Sachverhalt zutrifft.
«Notfälle» gehören zum Schwindel
Grundsätzlich gilt: Kreditinstitute, Behörden oder seriöse Unternehmen drängen niemanden zu sofortigen Zahlungen wegen angeblicher „Notfälle“. Sie fragen auch niemals nach PINs, TANs oder Passwörtern – weder per Telefon, E-Mail, Brief oder Handynachricht. Vertrauliche Informationen sollten daher nicht weitergegeben werden.
Wenn es doch passiert ist, sofort betroffene Konten und Karten sperren. Entweder direkt beim «eigenen» Geldinstitut oder rund um die Uhr über den Sperr-Notruf 116 116. Neben der Kartensperre ist auch die Anzeige bei der Polizei erforderlich. Das ist absolut kein Grund zur Scham, denn jede und jeder kann auf perfide Betrugsmaschen hereinfallen. Auch der offene Umgang im privaten Kreis hilft dabei, den ersten Schock nicht allein durchstehen zu müssen.
(Quelle: kartensicherheit.de)
Symbolfoto: F1 Digitals / pixabay
06.08.26 wel

