Tod eines Obdachlosen

Ermittlungen im Drogenmilieu

(XY-Sendung vom 15. Mai 2019)
Wie er nach Deutschland kam, weiß niemand. Der Mann aus Lettland tauchte einfach auf. Er lebte mit anderen Obdachlosen in Berlin auf der Straße. Sein Tod beschäftigt nun die Mordkommission.

XY-Szenenfoto

In der Nacht zum Freitag, 24. August 2018, gegen zwei Uhr nachts, entdecken zwei Radfahrer auf einem Gehweg in Berlin einen 40-jährigen Mann mit schweren Kopfverletzungen. Der Mann liegt an der Ecke Holzmarktstraße/An der Michaelbrücke. Neben ihm steht ein mit Pfandflaschen gefüllter Einkaufswagen.

Lebensgefährliche Verletzungen
Rettungssanitäter bringen den Mann ins Krankenhaus. Dort werden lebensbedrohliche innere Verletzungen festgestellt. Der Name des Patienten: Andrejs Vladimirovs, geboren in Lettland.

Das Opfer: Andrejs Vladimirovs †

Drei Tage später stirbt der Mann, der kaum Deutsch spricht, an inneren Blutungen. Eine der Berliner Mordkommissionen beginnt ihre Ermittlungen.

Drogensucht mit Flaschensammeln finanziert
Andrejs Vladimirovs lebte mit einigen anderen Obdachlosen in der Nähe der Jannowitzbrücke unter einem Flachdach direkt an der Straße. Er war schwer drogenabhängig. Unter anderem konsumierte er Heroin.

Seine Sucht finanzierte er mit Flaschensammeln. Dabei gelten unter den Obdachlosen klare Regeln. Andrejs Vladimirovs sammelte meist ab 23 Uhr in einem bestimmten, abgegrenzten Bereich. So auch am 24. August 2018.

Motiv unklar
Zuletzt wurde er von anderen Obdachlosen gegen 1 Uhr an seinem Schlafplatz gesehen. Dort tauschte er einen mit Pfandflaschen gefüllten Einkaufswagen gegen einen leeren Wagen aus, um weiter zu sammeln.

Das Motiv für den späteren Angriff ist unbekannt. Nicht ausgeschlossen ist, dass die Tat mit Revierstreitigkeiten unter Pfandflaschensammlern zusammenhängt.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer kann Angaben zu dem Verstorbenen machen und hatte Kontakt zu ihm?
  • Wer hat in der Nacht zum Freitag, 24. August 2018 den Verstorbenen an der Straßenecke Holzmarktstraße/An der Michaelbrücke gesehen?
  • Wer hat Beobachtungen gemacht, die im Zusammenhang mit dem späteren Geschehen stehen könnten?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Überführung des Täters beitragen, ist eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: LKA Berlin, Telefon 030 / 46 64 911 222